Theatertage 2018 - Termine

  • Mi  03.01.       19.00 Uhr       Tettnanger Theatertage im GZ St. Gallus
  • Do  04.01.      19.00 Uhr       Tettnanger Theatertage im GZ St. Gallus  
  • Fr   05.01.      14.00 Uhr       Tettnanger Theatertage im GZ St. Gallus
  • Fr   05.01.      19.00 Uhr       Tettnanger Theatertage im GZ St. Gallus
  • Sa  06.01       18.00 Uhr       150. Stiftungsfest mit Theater im GZ St. Gallus 

Theatertage 2018: Der wahre Jakob

Dieser Schwank in drei Akten von Franz Arnold und Ernst Bach aus dem Jahre 1923, zählt zu den Evergreens des Boulevardtheaters, so wie der Komödienhäuser und findet sich regelmäßig auf Spielplänen deutschsprachiger Bühnen, wie z.B. dem Millowitsch- und dem Ohnsorg-Theater.

Peter Strubbel, seines Zeichen Stadtrat und Vorsitzender des Keuschheitsbundes, wird zusammen mit seinem Freund Heinrich Böckle zum „Sittlichkeitskongreß“ nach Stuttgart delegiert. Dort kommt bei ihm aber bald der wahre Jakob zum Vorschein und sie finden sich stattdessen im Varietè wieder. Strubbel nutzt die Gelegenheit und möchte sich in ein kleines Abendteuer mit der bezaubernden Tänzerin Yvette flüchten.

Er ahnt aber nicht, dass es sich dabei um seine eigene Stieftochter handelt.

Als Yvette dann ihren Verehrer in der Kleinstadt besucht, gerät eine ganze Welt aus den fugen und so manch Geheimnis kommt ans Tageslicht....


Theatertage 2017: Arsen und Spitzenhäubchen

Mit Feuereifer haben die Spieler der Kolpingfamilie Tettnang die Tage vor der Premiere noch ihr diesjähriges Stück geprobt, den Klassiker „Arsen und Spitzenhäubchen“. Bei einem Stück, dessen Verfilmung mit Cary Grant Filmgeschichte ist, kommt es besonders darauf an, den Besuchern eine eigene Vorstellung zu präsentieren, die den Besuch unbedingt lohnt. Und das gelingt auch diesmal wieder.

Eine Tettnanger Spezialität ist schon das Bühnenbild. Johannes Stopper, für Regie und Bühnenbild zuständig, ist ein „Angefressener“, seine Bühnenbilder sind einfach eine Augenweide, denn von der Rosentapete übers Plüschsofa bis zur Opa-Uhr stimmt da jede Kleinigkeit. Es versteht sich von selbst, dass die altväterlichen Kostüme der 50er ebenso dazupassen. Heimelig ist die gute Stube der beiden ältlichen Schwestern Schäufele, die eine Aura der Wohltätigkeit und Wohlanständigkeit um sich verbreiten. Durch das Fenster fällt der Blick auf eine bekannte Straße – auch diesmal ist das Stück natürlich in Tettnang angesiedelt.

Neffe Ferdinand (ursprünglich Mortimer) ist widerwillig als Theaterkritiker tätig, er fährt nach Ravensburg ins Theater, telefoniert mit der Tettnanger Redaktion und sorgt so ganz nebenbei dafür, dass die Kritiker ihr Fett abbekommen. Robert Ege hat es als Held schwer, sieht er sich doch mit Entsetzen als Glied einer total verrückten Familie – wie soll man da noch den Mut haben zu heiraten! Gegen seinen miesen Bruder Jonathan muss er sich durchsetzen und seine Braut Clara mit dürren Ausreden hinhalten. Nina Schobloch lässt spüren, wie das verliebte Mädchen, das eben noch über den spontanen Antrag gestrahlt hat, völlig betroffen ist und spürt, dass da was nicht stimmt.

Köstlich sind Petra Hagenmaier und Irene Grupp als tütelige alte Damen, ein aufeinander eingespieltes Duo mit einer so lebhaften Mimik, dass man ein zweites Mal kommen möchte, um alle Feinheiten auszukosten. Da ist nichts aufgesetzt, sie leben einfach ganz und gar in ihrer Rolle der liebenswerten, mordenden Wohltäterinnen. Ob sie dem Pfarrer (Stefan Lanz) ihre Sorgen um den nicht ganz zurechnungsfähigen Neffen Willi mitteilen, der sich hier für Kaiser Wilhelm hält, oder ob sie sich irgendwie arrangieren müssen mit dem zurückgekehrten Fiesling Jona-than (Martin Pfeifer amüsiert als Scheusal mit Grabesstimme) – es wirkt alles so echt. Dass in ihrem Keller nicht wenige Leichen begraben liegen, kümmert die beiden nicht wirklich, sie machen glaubhaft, dass sie ihnen nur aus reiner Nächstenliebe ihren speziellen Holunderwein aus stilvollen Gläsern kredenzt haben. Johannes Stopper ist der um das Wohl der Bewohner besorgte Polizist Häberle, insgeheim ein stolzer Theaterdichter, den ein Geknebelter im Hause Schäufele nicht aus der Ruhe bringt. Wenn er plötzlich doch auffährt, dann hat Kaiser Wilhelm alias Willi wieder mal ein durchdringendes Trompetensignal gegeben, das auch andere aus der Ruhe bringt. Wer passte dafür besser als Tobias Lutz, im richtigen Leben der Vorsitzende der Stadtkapelle. Leid tun kann einem ein gewisser Dr. Mang (hübsch knietz Markus Keßler), den der Fiesling Jonathan ständig unter Druck setzt.

Fazit: Es ist einfach schön zuzu- gucken, auch wenn man manchmal den allzu blinden Figuren die Augen öffnen möchte, doch das Schicksal nimmt seinen Lauf.


Bilder der Theatertage 2016

 
 

Kolping Tettnang im Überblick:

Kapelle Brünnensweiler

„Maria Königin des Friedens“ auf der Brünnensweiler Höhe. Seit über 50 Jahren steht die Kapelle auf Tettnangs höchster Erhebung.
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Sternsinger

Es wird gesungen und Spenden gesammelt. Als heilige drei Könige wird der Segensgruß C+M+B in die einzelnen Häuser der Stadt getragen.
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Nikolaus

Der von der Kolpingsfamilie organisierte Nikolaus-Besuch in den Tettnanger Wohnzimmern läuft seit fast 50 Jahren traditionell ab.
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Theater

Unter der kreativen Regie von Johannes Stopper, inzwischen im neunten Jahr, erheiterten zwölf prachtvolle Darsteller, zum Teil ...
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