Projekte Indien

Non-formale Bildung für Kinder in 5 Slums in Bhopal, Madhya Pradesh / Indien

Rund 30 Prozent der Bevölkerung der 2 Mio. Einwohner-Stadt Bhopal leben laut Zählungen aus dem Jahr 2013 in Slums. Darunter befinden sich Tausende von Kindern, denen aus diversen Gründen der Zugang zur formalen Schulbildung verwehrt bleibt. Anstelle eines Schulbesuches müssen diese Kinder arbeiten. Bei vielen Slum-Bewohnern handelt es sich um Migrantenfamilien, die je nach Saison und Jahreszeit vom Land in die Stadt ziehen, weil sie auf der Suche nach Arbeit sind. Speziell für diese Familien setzt sich SAMMAN (Social Animation of Marginalized and Nomads) seit dem Jahr 2005 ein.
Die geplanten Projektmaßnahmen sind: Insgesamt 300 Kinder sollen von einem Aufklärungs- und Bildungsprogramm profitieren. Geplant sind vormittags Brückenkurse in 5 ausgewählten Slums für jeweils 30 Kinder, die die Schule abgebrochen haben. Angeboten wird Nachhilfeunterricht am Nachmittag, ebenfalls in 5 Slums für jeweils 30 Kinder, die zu Hause keine Unterstützung beim Lernen erfahren. Darüber hinaus sollen diverse Aktivitäten im Rahmen einer Aufklärungskampagne zum Thema RTE Act (Recht auf Bildung) stattfinden. Dazu gehören Netzwerkarbeit mit Schulen und Behörden sowie Vorträge und Kurse für Eltern, Schüler und die in den Slums aktiven gemeindebasierten Organisationen.
Die Steyler Sozialorganisation SAMMAN, die sich für bessere Lebensbedingungen von Müllsammlern im indischen Bhopal einsetzt, dient als Beispielprojekt der diesjährigen Josefsaktion der deutschen Missionsprokur der Steyler Missionare.      
„Das Engagement meiner Steyler Mitbrüder für Müllmenschen in Bhopal zeigt beispielhaft: Die Armen und Ausgegrenzten dieser Erde sind uns wichtig“, sagt Pater Joseph Xavier Alangaram, der die Missionsprokur als Missionssekretär der Deutschen Provinz der Steyler Missionare leitet. „Wir stehen ihnen weltweit zur Seite, machen ihnen Mut und bestärken sie in ihrem Glauben an eine hoffnungsvolle Zukunft.“ Jede Spende, egal wie hoch, leiste einen willkommenen und wichtigen Beitrag.
Für die fast 500.000 Slumbewohner in Bhopal im Bundesstaat Madya Pradesh ist der stetig wachsende Müllberg der Millionenstadt zur Lebensgrundlage geworden. Tag für Tag suchen sie im Müll nach wiederverwertbaren Materialien, um sie weiterzuverkaufen. Eine schmutzige, gefährliche und zermürbende Arbeit. Die Steyler Sozialorganisation SAMMAN (Social Animation of Marginalized Migrants And Nomads) versucht, die Lebensbedingungen vor Ort zu verbessern.     
Die Steyler Sozialorganisation SAMMAN setzt sich unter anderem dafür ein, dass Kinder und Jugendliche vor Ort Nachhilfeunterricht bekommen. Das Projekt hilft Müllsammlern bei der Gründung von Kleinunternehmen und berät sie rechtlich, fördert Frauen, vermittelt Kindern und Jugendlichen Nachhilfe und setzt sich für Frieden, Gerechtigkeit und die Bewahrung der Schöpfung ein. Etwa 3.000 Menschen profitieren direkt von der Hilfe des Steyler Projekts. „Um noch mehr Menschen erreichen und fortbilden zu können, wird dringend ein Mehrzweckraum benötigt“, sagt Pater James Simon SVD, der Projektleiter der Steyler Missionare vor Ort. „Damit würde ein Traum Wirklichkeit werden.“
Spenden für das Beispielprojekt und andere Initiativen für Arme und Ausgegrenzte nimmt die Missionsprokur unter dem Stichwort „Josefsaktion 2017“ auf ihrem Konto Nr. 11 009 bei der Steyler Bank (BLZ 386 215 00) entgegen. Die Spendenflyer der ersten Jahreskampagne der Prokur erreichen traditionell in der Zeit um den Josefstag am 19. März die Haushalte ihrer Freunde und Weggefährten.

Kindermissionswerk Aachen am 30.08.2017 
„Unsere Kinder sollen keine Müllsammler werden, wie wir.“ Dabei gehören Shanta und Badu zu jenen, die es geschafft haben. Mit Hilfe von SAMMAN, einer Sozialorganisation in Bhopal, Indien, die von Steyler Missionaren geleitet wird, konnten sie sich als Müllsammler selbstständig machen. Ihre bescheidene Wohnung stellen sie SAMMAN zur Verfügung, während sie arbeiten. Sozialarbeiter geben dort Nachhilfeunterricht.
Jetzt sind die beiden mit vielen anderen Ehrenamtlichen an ihre Grenzen gestossen. Immerhin gibt es zwischen 200 und 300 Selbsthilfegruppen in den Slums von Bhopal. Das bedeutet, dass ungefähr 3000 Familien direkt geholfen wird. Für den Nachhilfeunterricht, die Rechtsberatung und die Organisation von Fortbildungen wird dringend ein Mehrzweckraum benötigt. Shanta, Badu und die viele anderen Ehrenamtlichen teilen alles, was sie haben: Wohnung und Zeit. Jeoch Geld für dieses Gebäude haben sie nicht.„Deshalb stellen wir das Projekt in diesem Monat in den Mittelpunkt. Ein Traum würde Wirklichkeit werden, wenn alle Interessierten an Kursen teilnehmen und direkt unterstützt werden könnten.“, sagt Pater James Simon, der Projektleiter der Steyler Missionare vor Ort.      

Die Situation in Bhopal
Kleinbauern, die von ihrem Land nicht leben können oder es verloren haben ziehen nach Bhopal in der Hoffnung auf gute Arbeit und besseren Lebensbedingungen. In den Slums leben zwischen 50 000 und 80.000 Personen.
Ein Grossteil dieser Immigranten sind Analphabeten. Sie arbeiten als Tagelöhner, Hausangestellte oder beseitigen den Müll. Organisiert sind sie nicht, so dass sie häufig um ihren gerechten Lohn betrogen werden. Einige flüchten in den Drogen- und Alkoholkonsum. Innerfamiliäre Gewalt, Bandenbildung und Kleinkriminalität sind die Folgen dieses aufreibenden Überlebenskampfes.   

Hier greift SAMMAN ein
SAMMAN ist die Abkürzung für Sozial Animation of Marginalized, Migrants And Nomads. Das Projekt organisiert, berät und begleitet Selbsthilfegruppen zu folgenden Themen: Förderung von Frauen, Gründungen von Kleinunternehmen, Berufsberatung und –ausbildung, Arbeitsrecht, Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung, Gesundheit und Ernährung, Kinder erhalten Nachhilfe und werden auf die Regelschule vorbereitet.
Das Ziel der Unterstützung durch die Steyler Missionare in Deutschland, Österreich und der Schweiz ist der Bau eines Veranstaltungszentrums mit den notwendigen Beratungs- und Büroräumen. Die Gesamtkosten belaufen sich auf €158‘792 (rund CHF 173'000.-).     Die lokale Bevölkerung trägt € 13‘254 (rund CHF14'500.-) bei. Die drei Missionsprokuren wollen sich mit einem Betrag von €66‘272 (rund CHF 72'300.-) beteiligen.
Jede Spende hilft: Schon kleine Spenden entfalten grosse Wirkung. Das, was bei uns eine Kinokarte oder ein Restaurantbesuch kostet, ermöglicht dort den Beginn eines menschenwürdigen Lebens. 

“Es gibt noch viel zu tun”

Erzbischof John Barwa im Bistum Cuttack-Bhubaneswar in Indien.

Vier Jahre nach den schweren Übergriffen auf christliche Dörfer im ostindischen Bundesstaat Orissa sieht der Erzbischof von Cuttack-Bhubaneswar, John Barwa, Hoffnung für die Zukunft. Dies sagte er bei einem Besuch von KIRCHE IN NOT. Zurzeit sehe er in seiner Erzdiözese nicht die Gefahr erneuter Übergriffe.

Die Angriffe durch fundamentalistische Hindus, die Weihnachten 2007 begonnen hatten und im August 2008 ihren Höhepunkt fanden, forderten rund 100 Menschenleben. 50 000 Christen waren vertrieben, fast 5000 Häuser und zahlreiche Kirchen und kirchliche Gebäude zerstört worden.

Am schwersten von der Gewalt betroffen war die Region Kandhamal in der Erzdiözese Cuttack-Bhubaneswar. Der Anteil von Christen an der Gesamtbevölkerung beträgt in Orissa 2,4 Prozent, überwiegend wird der Bundesstaat von Hindus (94,4 Prozent) bewohnt.

Er setze bei seiner Arbeit vor allem auf gute Beziehungen zu den Behörden, der Polizei sowie den anderen Religionsgemeinschaften, sagte Erzbischof Barwa. Es gebe zahlreiche positive Nachrichten. So habe er allein in diesem Jahr 33 Priesterweihen gespendet. “Der Glaube ist nach den Angriffen gewachsen. Alle Schwierigkeiten konnten uns nicht von Jesus trennen”, so der Erzbischof, der seit April 2011 im Amt ist.

Noch immer werde jedoch viel Hilfe benötigt. Zwar seien zahlreiche Kirchen und Häuser wieder errichtet worden, es gebe jedoch “noch viel zu tun”. Der “Wiederaufbau der Seelen” nehme viel Zeit in Anspruch.

Neben der Wiederherstellung der Gebäude sei daher vor allem die Seelsorge an traumatisierten Menschen und orientierungslosen Jugendlichen sowie die Aus- und Weiterbildung der Priester notwendig. “Dank Ihrer Gebete und Ihrer materiellen Großzügigkeit konnten wir Vieles wiederaufbauen”, betonte Erzbischof Barwa.


Ende gut, alles gut.

„ Mit Freude kann ich Ihnen mitteilen, dass mein Missionsleben als Priester und Bischof nach fast einem halben Jahrhundert zu Ende geht. Rom hat meine Bitte akzeptiert und gleichzeitig als meinen Nachfolger Erzbischof John Barwa, SVD ernannt. Er war bisher Bischof in Rourkela „.

Erzbischof Raphael Cheenath wurde am 2.4.2011 in den Ruhestand verabschiedet und bei diesem Anlass ist Erzbischof John Barwa in das Amt eingeführt worden. Die Bischöfe können im Alter von 75 Jahren in den Ruhestand treten. Erzbischof Raphael ist auf Bitten von Rom zwei Jahre länger im Amt geblieben, um seinen verfolgten Christen so lange wie möglich zur Seite zu stehen.

„ Die Beziehung zwischen Ihnen und mir war in der Vergangenheit durch Gebet und großzügige Hilfen geprägt. Ich bitte Sie, auch in Zukunft für mich und die Mission zu beten, denn das Gebet hat mir über mein ganzes Leben in der täglichen Arbeit und Sorge geholfen. Bitte nehmen Sie auch meinen Nachfolger EB John Barwa in Ihrem täglichen Gedenken mit und unterstützen Sie ihn mit Ihren segensreichen Spenden über die Kolpingsfamilie in Tettnang und über die starke Hilfe durch die Sternsinger. Sie können getrost spenden, denn Erzbischof John Barwa wird die begonnene Arbeit und die zukünftige Aufgaben im Sinne einer gedeihlichen Kinder- und Jugendarbeit weiterführen“.

Erzbischof Raphael selber wird sich in das House der Steyler Mission in Mumbai zurückziehen. Er wird die Tettnanger Bevölkerung nicht vergessen. Als ehemaliger Lateinschüler von Pater Hermann Hagenmaier, SVD aus Tettnang wird er die vielen Begegnungen und die Beziehungen weiterhin pflegen.

„ Mit Freude kann ich Ihnen berichten, dass wir inzwischen 3000 Häuser für die verfolgten und terrorisierten Menschen in der Diözese Cuttak-Bhubaneswar errichtet und übergeben haben. Bis Ende des Jahres hoffen wir, dass alle Geschädigten wieder in ihrer angestammten Umgebung leben können. Die Atmosphäre ist zurzeit friedlich, es gibt keine offene Gewalt mehr. Ungefähr 25 000 Menschen konnten wir helfen. Bis zu 10 000 Menschen sind nicht in die Region zurückgekehrt, da sie anderweitig Arbeit gefunden haben und kein Land für ein Eigenheim besitzen“.

Um den friedlichen Prozess zu festigen sind Friedenskommittes gegründet worden. Die Verständigung zwischen Christen und Hindus wird gefördert. Das ist zwar ein langer Prozess und der Ausgang ist im Augenblick auch noch offen.

„ Ich finde keine richtigen Worte, um Ihnen meinen Dank für die persönlichen Kontakte und die großzügigen Spenden auszusprechen. Ihre Gebete und die Gaben haben mich gestärkt um das Reich Gottes in den Diözesen von Indien aufzubauen und zu festigen. Ich kann Ihnen weder Gold noch Silber zurückgeben. Aber eines kann ich Ihnen versprechen: Ich bete weiter für Sie alle in Tettnang und werde Sie in Liebe begleiten, unsere Freundschaft soll auch in Zukunft stark sein „.

Kolping Tettnang im Überblick:

Kapelle Brünnensweiler

„Maria Königin des Friedens“ auf der Brünnensweiler Höhe. Seit über 50 Jahren steht die Kapelle auf Tettnangs höchster Erhebung.
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Sternsinger

Es wird gesungen und Spenden gesammelt. Als heilige drei Könige wird der Segensgruß C+M+B in die einzelnen Häuser der Stadt getragen.
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Nikolaus

Der von der Kolpingsfamilie organisierte Nikolaus-Besuch in den Tettnanger Wohnzimmern läuft seit fast 50 Jahren traditionell ab.
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Theater

Unter der kreativen Regie von Johannes Stopper, inzwischen im neunten Jahr, erheiterten zwölf prachtvolle Darsteller, zum Teil ...
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