Kolpingsfamilie sorgt seit Jahrzehnten für Nikolaus-Besuch

Der von der Kolpingsfamilie organisierte Nikolaus-Besuch in den Tettnanger Wohnzimmern läuft seit über 50 Jahren traditionell ab. Die Kinder freuen sich schon lange vorher auf den 5. Dezember. Am Schluss des Besuches steht meist ein Erinnerungsfoto mit dem Nikolaus.

Seit 1963 sorgt die Kolpingsfamilie in Tettnang dafür, dass Kinder vom heiligen Nikolaus und vom Knecht Ruprecht besucht werden. Ein Anruf der Familie bei den Anmeldestellen genügt, dann meldet sich wenige Tage vor dem 5. Dezember der Nikolaus bei der Familie. Was bei den Tettnanger Kindern immer für einen ganz besonderen Tag sorgt, das wird hinter den Kulissen gut organisiert vorbereitet.

Seit zehn Jahren steckt ein achtköpfiges Organisationsteam hinter den Nikolausbesuchen, welches die Aktion von Adolf Marte übernommen hat und seitdem in der Tradition weiterführt. „Uns ist die Tradition des Besuches in der Familie sehr wichtig“, erklärt Claudia Götz vom Vorbereitungsteam. Der Nikolaus soll den Kindern als der Heilige Bischof vermittelt werden, der sich für die Armen und Entrechteten eingesetzt hat und der seit 1555 bei uns als Gabenbringer bekannt ist. Er soll sich damit ganz klar von den Werbe-Weihnachtsmännern abgrenzen, die in der Vorweihnachtszeit überall zu sehen sind. Nikolaus und Knecht Ruprecht tragen bei ihren Besuchen von Kolping angeschaffte und sorgsam gepflegte Gewänder.

Für den Besuch in den Familien gibt es einen sorgsam ausgearbeiteten Ablauf, der von allen umgesetzt wird, die sich an der Aktion beteiligen. Nach der Einstimmung mit einem Lied und einem Bezug auf den Advent und die Weihnachtszeit wird Bischof Nikolaus den Kindern als guter Mensch vorgestellt, der vor langer Zeit gelebt, den Menschen in Not geholfen und den Kindern Freude bereitet hat. Dann geht der Nikolaus auf die persönliche Situation der Kinder ein, lobt Positives, kritisiert Negatives, ohne sich dabei als Erziehungshelfer der Eltern zu verstehen. Am Schluss verteilt er Geschenke, bevor er sich nach einem gemeinsamen Lied und guten Wünschen wieder verabschiedet.

Gut 100 Familien oder Häuser mit über 300 dort anwesenden Kindern werden am Abend des 5. Dezember von Nikolaus und Knecht Ruprecht besucht, meist sind etwa 14 Paare unterwegs. Der Besuch ist für die Familien kostenlos, jedoch freut sich der Nikolaus über Spenden, die grundsätzlich über soziale Einrichtungen Kindern in und um Tettnang zugute kommen. In diesem Jahr gehen die Spenden zu gleichen Teilen an die Sozialfonds der evangelischen und der katholischen Kirche und dienen damit der Unterstützung bedürftiger Familien in Tettnang. 

Bevor es soweit ist, haben das Vorbereitungsteam (Elisabeth Aich, Rudolf Forster, Claudia Götz, Michi Hofmann, Jens Postinett, Renate Rauscher-Röhr, Monika Schweer und Joachim Zoller) und die Teilnehmer der Aktion einiges zu tun: Die Gewänder müssen vorbereitet, die Anmeldelisten geführt werden. Wenn der Anmeldezeitraum beendet ist, werden von Jens Postinett Routen und Zuordnungen geplant, denn ein Nikolaus absolviert mit seinem Ruprecht etwa acht Besuche am Nikolausabend. Dann setzt sich der jeweilige Nikolaus mit den Familien in Verbindung und plant den genauen Besuchstermin. Die Eltern bereiten kleine Geschenke für den Sack und Stichworte zu den Kindern für das „goldene Buch“ vor, dann steht einem schönen Abend mit Nikolaus und Knecht Ruprecht nichts mehr im Wege.

Die Anmeldung ist möglich bei: Schuhhaus Jung, Elisabeth Aich persönlich oder unter Telefon 6944 zu den Geschäftszeiten, bei Claudia Götz unter Telefon 98 099 30 sowie bei Monika Schweer unter Telefon 944 85 53. 

Der Besuch des Nikolaus ist kostenfrei. Spenden werden jedoch gerne für die Sozialfonds der katholischen und evangelischen Kirche gesammelt.

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